Von Schrottplätzen und einer fast fehlenden Tür / From junkyards and an almost missing door

Please use the google translator to read the article in english. It might be a funny translation, we are working on an english text 🙂

Teilejagd auf Schrottplätzen in Idaho

Tag 12
Im Super 8 Motel in Boise haben wir alle mehr oder weniger gut genächtigt und machen uns früh auf den Weg. Bevor es zu den auserwählten Schrottplätzen in Richtung Mountain Home geht, muss „Leak Stopper“ (Öl-Stop für Getriebe) und eine Paste für ein kleines Loch im Tank, das wir gestern entdeckt haben, gekauft werden. Ein Motorcheck und eine kleine Reparatur auf dem Parkplatz von O’ Reillys, dann geht es direkt zu „Vintage Automotive Jim Hines“ nach Mountain Home. Dort erwartet uns ein riesiges Areal mit alten Autos, Sonne, blauem Himmel und ein eiskalter Wind. Voller Hoffnung hier die ersehnte faltbare Bustür für BIG NOSE zu finden, durchkämmt die Swing Company den Schrottplatz. Die Idee eine ähnliche Bustür zu finden, um sie selbst an BIG NOSE anzupassen, findet ein jähes Ende, als der Schrottplatzbesitzer mitteilt, dass nur komplette Busse zum Verkauf stehen.

Aber wir brauchen ja noch weitere Teile, so findet B.G. eine Felge, die auf unseren Bus passt, sowie das Ersatzteil, das noch zwischen Getriebe und Tacho fehlt. Im Moment kontrollieren wir die Geschwindigkeit, wie auch die gefahrenen Meilen, über GPS in unserem Navigationsgerät.
Während wir Mädels uns durchgefroren in den Bus flüchten und auf der Couch unter die Decke hüpfen, wird B.G. auf seiner Ersatzteiljagd beinahe von einer Schlange angegriffen!

Schnell auf nach Wendell (Idaho), Ziel: Schrottplatz No. 2. Und es geht noch größer!
Schon von weitem blitzt und funkelt das alte Chrom und Blech in der Sonne. Über mehrere Hügel erstreckt sich der Schrottplatz von L&L Classic Auto. Scheinbar alles, was es an Fahrzeugen in den letzten hundert Jahren gab, liegt dort begraben. Der Wind bläst stark und bringt das alte Blech zum singen – Heckklappen und offene Türen klappern und pfeifen im Takt. Die Ersatzteiljagd ist eröffnet und alle schwirren in verschiedene Richtungen aus. Irgendwann weiß niemand mehr, wo der andere steckt. Das weitläufige Gelände ist kaum zu überblicken. Ein Paradies für Schrauber, Autoliebhaber und Fotografen. Es ist schon fast fünf Uhr am Nachmittag, wir müssen weiter und brechen die Jagd nach Autoteilen ab, als wir die Preise für die gewünschten Parts gennant bekommen. Fazit: tolle Auswahl, unglaublich teuer.

Ein Highway, rasende Trucks und unsere Selbstmördertür

Als nächstes Ziel steuern wir Twin Falls (Idaho) an. Um auch on the road Internetzugang zu haben, eile ich zu Best Buy, um dort einen Hotspot zu kaufen. Noch eine Pipi-Pause, Motorcheck, Volltanken und ab nach Ely (Nevada). Aber der Motor macht uns Sorgen. Er hört sich nicht mehr so gesund an, wie auf den ersten Meilen, die wir gefahren sind. Hoffentlich schaffen wir es nach Texas.
Der Abend ist angebrochen und wir müssen noch 250 Meilen schaffen. Zwischen Twin Falls, der Grenze von Idaho und Nevada, und Ely, der nächsten Stadt, ist nichts. Nur Weite, Berge und ein zweispuriger Highway. BIG NOSE gibt alles und liegt mit 55 Meilen pro Stunde zwar soweit gut auf der Straße, für alle anderen Verkehrsteilnehmer bilden wir allerdings ein Hindernis. LKWs rauschen wie am Fließband an uns vorbei.

Der Tag geht zu Ende und die Sonne verabschiedet sich mit einem Farbspektakel am Himmel. Es wird kalt, Schnee liegt auf den Bergspitzen, von denen wir, auf über 6.000 Fuß Höhe, nur unweit entfernt sind. Gut, dass wir die warmen Decken an Board haben. Der Himmel ist mittlerweile schwarz und übersät mit Sternen. Wenn wir vom gleichmäßigen Schnurren des Busses nicht so müde wären, könnten wir die Sterne stundenlang verfolgen….

Kurz vor elf Uhr, die Augen sind zugefallen, einzig B.G. schlägt sich wacker am Steuer. Dann plötzlich PPPAAAMMMMMM … Ruckartig werden wir aus dem Schlaf gerissen, ein lauter Knall, links neben uns überholt ein LKW. Unsere Tür! Wo ist unsere Tür? Jetzt sind alle wach. War ein Reifen geplatzt? Nein, die verdammte Selbstmörder-Tür hat sich losgerappelt, dazu die Druckwelle des überholenden LKWs, so löste sie sich aus ihren Angeln und schlug heftig gegen die Busseite.
Wir halten am schmalen Straßenrand und sind geschockt. Gut, dass wir so einen tollen Busfahrer haben, der BIG NOSE in dieser Situation in der Spur gehalten hat!

Uns ist nichts passiert, die Tür ist noch dran und Rudy fixiert das Türschloss mit Klebeband. Dann geht es weiter nach Ely (Nevada). Einige Meilen liegen noch vor uns, aber es ist absehbar – wenn jetzt nicht noch etwas passiert. Huh, was für ein Schreck.

Gegen Mitternacht erreichen wir das verschlafene Städtchen Ely und halten Ausschau nach einem günstigen Platz zum Übernachten. Ely’s Downtown wirkt wie die Kulisse aus einem alten Film. Wir entscheiden uns für das niedliche Motel Grand Central und sind froh, ein paar Stunden schlafen zu können, bevor zum Sonnenaufgang weiter geht…

Review overview
3 COMMENTS
  • Michael Fromkorth 2016-04-08

    Es ist soooooooo spannend dieses Abenteuer zu verfolgen. Weiter so. Ihr schafft das.

  • Nico Henkels 2016-04-07

    Das ist Toll!

POST A COMMENT

%d Bloggern gefällt das: