Mountains, rain, the endless nothing and horrible traffic on the highway

Please use the google translator to read the article in english. It might be a funny translation, we are working on an english text 🙂

Tag 15

Die Blechlawine auf der Autobahn und Big Nose mittendrin

Phoenix, Arizona. Der tägliche Big-Nose-Check steht an. B.G., unser McGuyver, repariert – mit dem uns momentan vorliegendem Werkzeug und zwei Zahnstochern – die Verbindung vom Getriebe zur Tachowelle. Mit Erfolg, die Tachonadel bewegt sich und zeigt uns endlich die Geschwindigkeit an, die wir fahren. Toll!

Streckenplanung. Wir haben noch ein gutes Stück Weg vor uns, unter anderem auch wieder etliche Berge, die wir erklimmen müssen. Und die Zeit rennt gegen uns, da der Bus am Donnerstag den Verladeplatz des Seehafen in Galveston (Houston, Texas) erreichen muss. Aber die Routenplanung gestaltet sich gar nicht so einfach, wir wollen große Städte meiden und beschwerliche Bergketten nach Möglichkeit auch. Wir fahren auf der Interstate durch Phoenix, um dort irgendwann auf den Highway zu gelangen. Eine Blechlawine rollt auf sechs Spuren, wir leider mittendrin. Stau, Stop’n’Go und dann fließt es wieder. Alle rauschen an uns vorbei und nehmen wenig Rücksicht auf Big Nose und seine 60 Meilen Spitzengeschwindigkeit. Der Vorteil beim Befahren von Landstraßen mit solch einem alten Gefährt liegt darin, dass es nur zwei Fahrspuren gibt. Man muss nicht ständig, wie auf der Interstate, zwischen sechs Spuren wechseln. Auch könnte man bei einer Panne am Straßenrand halten, was bei sechs Fahrspuren schier unmöglich ist.
Wir zittern, dass alles gut geht, zumal wir ja das Problem mit dem Getriebe haben und die Gänge nicht immer sauber einlegen können. Das Gefühl mit dem 64 Jahre alten Big Nose auf der Autobahn zu fahren kann man kaum beschreiben…

Von Bergen, Regen und dem unendlichen Nichts

Wir sind froh, nach einer Weile aus der Metropole heraus zu sein. Endlich auf dem Highway, 51 Meilen bis zum nächsten Ort: Globe. Die Bergkette naht, wir erreichen den Gonzales Pass, hier beginnt also die nächste Berg- und Talfahrt. Während B.G. sich um Big Nose sorgt, der die Steigungen meistern muss, genießen wir das tolle Panorama, die Wüste mit ihren Kakteen. In Superior müssen wir tanken, der nächste Berg lässt nicht lange auf sich warten. Hoffentlich schafft es Big Nose…
Wir passieren Miami, deren Name an Floridas Glamour-Stadt erinnert. Hier ist aber alles andere als Glamour. Die 1907 errichtete Ortschaft hat die besten Zeiten hinter sich, als hier noch große Mengen Kupfer abgebaut wurden. Das triste Bild wird mit einsetzendem Regen komplett. Der Himmel ist schwarz und dicke Wolken hängen sich an den Bergspitzen auf.

Unsere Scheibenwischer haben wir im trockenen Nevada mit Klebeband an der Frontscheibe fixiert, da sie im Wind und dem Sog der vorbeifahrenden Trucks fast weggeflogen wären. Erst beim Tankstop in Pima (AZ) lösen wir den Wischer auf der Fahrerseite. Wer braucht schon Scheibenwischer 🙂
Nach einem leckeren Hot Dog und verteilten Visitenkärtchen an neugierige Einwohner, lernen wir Jessica kennen, mit der wir ein tolles Gruppenfoto schießen. Danke für’s Teilen auf Facebook!

Nun sind es noch 70 Meilen bei Lordsburg, wir erreichen New Mexico. Das Schalten ist teilweise so mühselig, dass wir fast stehenbleiben müssen, bis der Gang eingelegt ist … knirsch.
Die Strecke führt uns über ein Hochplateau, Schneereste liegen am Straßenrand und der kalte Wind pfeift durch den Bus. Auf absenkender Strecke schafft unser kleiner Big Nose ganze 65 mi/h! Wir sind stolz auf den dicken Flitzer. 155 Meilen vor El Paso bekommt er noch etwas frisches Benzin und auch wir haben so langsam das Verlangen nach einer Erfrischung. Die lange Fahrt war anstrengend und kräftezehrend, so suchen wir uns in Deming, New Mexico, ein Hotel und verwöhnen uns mit einem leckeren Abendessen im Rancher’s Steakhouse. Die Gäste mit Cowboyhut passen bestens in das urige Western-Restaurant, Amerika-Feeling wie aus einem Film.

Ein krankes Pferd haben wir im Stall, Rudy geht es schon seit ein paar Tagen nicht gut. Vielleicht eine Mittelohrentzündung? Im Bus zieht es durch alle Ritzen und wir haben bereits sämtliche Klimazonen passiert. Was nun? Es ist Wochenende, die Arztpraxen haben geschlossen. Wie geht es jetzt weiter? Kann Rudy mitfahren oder muss er aus dem Projekt aussteigen?

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7 COMMENTS
  • Frank Theede 2016-04-12

    Hi Folks,

    this is Dancer calling. I miss you so much and the Stories help me to join you on this tour accross USA down to Texas. Was für eine Anstrengung für alle und ich freue mich über jede Zeile die ich mit Spannung lesen kann und die Fotos sind so gewaltig, sodass ich das Gefühl habe bei Euch zu sein.

    Weiterhin viel Glück auf dem Weg ans Ziel,
    Dancer

    PS meine Fingernägel sind wieder sauber aber ein paar Wunden erinnern noch an Johns Garage in Bennton City

  • Dan Stafford 2016-04-11

    Hang in there Rudy!! You guys are so close , nt only to Galveston, but to each other . I know you’ll make it in time. Good Luck and Best Wishes from Dan’s Garage

  • Fam. Smeets-Pierey 2016-04-11

    Allerfreundlichsten und lieben Reisenden,
    here is a comment of the parents of Rudy, We do this in our own language: the dutch/netherlands. Rudy can translate it.
    Wat een geweldig avontuur en een prachtige organisatie. We genieten elke dag opnieuw en reizen op die manier met
    jullie mee. Hoe is het toch allemaal mogelijk tegenwoordig. We hebben bewondering voor jullie teamgeest en doorzetting.
    Hopenlijk brengen jullie het project tot een goed einde en zien we allen weer gezond en wel terug, natuurlijk met:
    BIG NOSE erbij ,inclusief Ulrike en Rudy. XXXXXXXXFam. Smeets-

  • Michael Fromkorth 2016-04-11

    Danke für den Bericht. Ein Krimi könnte nicht spannender sein. Gute Besserung an das kranke „Pferd“. Ihr seid so weit gekommen. Nun heißt es durchhalten. Mensch und Maschine werden am Ende gemeinsam das Ziel erreichen. Ich hoffe ich kann Big Nose mal live sehen.

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