Coors – Amerikanisches Bier mit Wuppertaler Wurzeln

Please use the google translator to read the article in english. It is a funny translation 🙂

 

Ein Sonntag Anfang September, es ist unser erster Urlaubstag im Bundesstaat Colorado. Und was unternehmen wir? Eine Führung durch die Bierbrauerei COORS. Es ist Laborday-Wochenende, also Feiertag in den USA und da hat auch die Brauerei einen Tag geschlossen, weshalb wir uns für die Führung am ersten Urlaubstag entschieden hatten.

 

Um 12 Uhr soll es losgehen, wir sind schon früh dort, und die ersten Menschen bilden, wie es in den USA üblich ist, bereits eine Schlange. Wir stellen uns dazu und warten, bis uns einer der Brauerei-Busse abholt. Und das ist gut durchdacht: die kleine Stadt Golden, die nur 20 Autominuten von Denver entfernt am Fuß der Rocky Mountains liegt, besitzt mit der Brauerei den wichtigsten Tourismusmagneten. Bevor es also mit dem Bus auf das Fabrikgelände geht, erhalten wir eine kurze Stadtrundfahrt, bei der uns die Busfahrerin von der Geschichte Goldens berichtet und Tipps zur späteren Stadtbesichtigung parat hält. „Golden City“ wurde während des Goldrauschs 1859 gegründet und war einige Jahre lang die Hauptstadt von Colorado. Doch im Zuge der Wahl zur Capitol City von Colorado gegen Denver im Jahr 1867 verlor Golden mit nur einer Stimme. Das hat die Stadt nie verwunden, seien die Stimmen doch gekauft gewesen – so wirbt Golden noch heute mit einem Slogan, dass Denver ihnen den Status geklaut habe.

 

Der Bus bringt uns zum Haupteingang der Brauerei und die Vorlage des Personalausweises befähigt uns zur späteren Kostprobe. Mit einem Audioguide bewaffnet erkunden wir die lange Geschichte von Coors. Ein Freund erzählte uns vorher schon, dass der Gründer der Brauerei ursprünglich aus Barmen, aus unserem Wuppertal Barmen käme. Und tatsächlich: die Rede ist von Adolph Herman Joseph Kohrs, geboren am 4. Februar 1847 in Barmen im damaligen Preußen.
Der junge Adolph absolvierte seine Ausbildung in Dortmund bei der Heinrich Wenker Brauerei. Mit 21 Jahren war er als blinder Passagier an Bord eines Schiffes, das ihn in nach Amerika brachte. Die Seite „200 Jahre Barmen“ hat seine Herkunft etwas genauer beleuchtet und ist hier nachzulesen.
Nach dem geschichtlichen Teil folgt der Gang in das Herz der Brauerei, das „Brewhouse“. Hier entsteht das Bier und Schaukästen verdeutlichen den Herstellungsprozess. Kurz darauf erfolgt die erste Mini-Verköstigung des mit dem Quellwasser der Rocky Mountains gebrautem Coors Banquet. Als zwölfte und letzte Station erreichen wir die Beer-Lounge. Wir erinnern uns, dass wir früh dort und mit die ersten waren, die Zugang zur Führung hatten – doch als wir die Beer-Lounge erreichen, stehen wir in einer lange Schlange an der Verköstigungstheke. Man, hier ist was los! Zwei Gläser Freibier pro Person, das lockt viele Besucher und die meisten nehmen wahrscheinlich die Abkürzung durch das Gebäude – ähnlich wie bei ikea, wenn man nicht durch die Ausstellung möchte.

 

Das eiskalte Blonde schmeckt hervorragend, frischer geht es gar nicht! Ein super Start in den Urlaub würde ich sagen 🙂
Als allerletzte Station folgt natürlich der Gift Shop. Der Eintritt zur Führung und das Bier waren kostenlos, unser Geld sind wir aber abschließend im Gift Store losgeworden. War ja klar.

 

Der sonnige Tag liegt nun noch vor uns, hopfengestärkt machen wir uns auf den Weg in die fußläufig entfernt liegende Innenstadt von Golden, die mit kleinen Shops und Restaurants wirklich einladend ist.

 

 

Links:

http://www.barmen-200-jahre.de/index.php/home/item/6-coors

http://visitgolden.com/coors-brewery/

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