Ein Stück Route 66 in Arizona / A piece of Route 66 in Arizona

Please use the google translator to read the article in english. It might be a funny translation, we are working on an english text 🙂

Big Nose on Route 66

Tag 14

Guten Morgen, Kingman, Arizona! Unser Motel 6 liegt direkt auf der legendären Route 66. Frühstück gibt es heute am Bus. Nachdem unser Busfahrer die Kühlbox geleert, geordnet und das geschmolzene Eiswasser abgelassen hat, liegen die feucht gewordenen Tacos zum Trocknen auf der Motorhaube. Mit dem Plastikmesser werden Toastbrote geschmiert, Kaffee kann man sich in der Lobby holen. Mehr braucht es gar nicht 🙂

Heute ist es diesig und wolkenbehangen, was für unsere Tour gar nicht schlecht ist, da es im Bus nicht ganz so heiß wird. 25 Meilen ist unser Abstecher an der Route 66 entfernt. Hackberry: die bei Touristen sehr beliebte alte Tankstelle bietet den perfekten Foto-Spot. Auch wir schießen Fotos für unser Album und beantworten die Fragen der neugierigen Reisenden, wer wir sind, was wir mit dem Bus machen und woher wir kommen.

Unser Navi teilt uns mit, dass der weiterführende Weg über eine unbefestigte Straße führt und ich erinnere mich, dass ich dort vor einigen Jahren auf einer Schotterpiste gelandet bin. Das können wir Big Nose nicht zumuten und müssen den ganzen Weg zurück nach Kingman. Dort geht es dann über den Highway 93 endlich weiter nach Phoenix (Arizona).

Bergauf, bergab nach Phoenix

Die Route führt durch die Aquarius Mountains, es geht schon wieder bergauf. Das Landschaftsbild wechselt, wir entdecken die ersten Kakteen. Die Luft ist drückend, Big Nose quält sich durch die Wüste, die Bergkette nimmt kein Ende und die Strecke zieht sich mehr und mehr. Hinter uns bilden sich lange Auto-Schlangen, die uns genervt bei der nächsten Gelegenheit überholen.
Die Fahrt in einem 64 Jahre alten Fahrzeug ist kein Kinderspiel, sondern harte Arbeit. B.G. konzentriert sich auf die Straße, die Motortemperatur, den Öldruck und muß, da das Getriebe umsynchronisiert ist, die genaue Drehzahl zwischen Motor und Getriebe abpassen. Das Lenkrad vibriert heftig, wie alles andere im Bus auch. Der Boden ist sehr warm, nur etwas Blech und ein Stück Teppich trennen uns Passagiere vom Auspuff. Wenn Big Nose alles gibt, ist es zu laut, um sich zu unterhalten. Es fehlt jegliche Dämmung oder Innenverkleidung. Durch ein kleines Loch am Boden, an einer Stelle, an der kein Teppich liegt, sehe ich den Asphalt unter uns vorbeiziehen. Die Hälfte ist geschafft, wir legen einen Tankstop in Wickenburg ein. Jetzt ein leckeres Eis!

Unser Ziel in Phoenix ist Schrottplatz Nummer vier, Desert Valley Auto Parts, den wir knapp vor Feierabend erreichen. Die Enttäuschung ist groß, denn dieser Schrottplatz bietet nur Fahrzeuge ab Baujahr 1960 an.  Netterweise bekommen wir aber die Telefonnummer eines Schrottplatz, der Teile vor 1960 anbietet. Da B.G. immer noch auf der Jagd nach einer faltbaren Bustür ist, wird sofort telefoniert … ohne Erfolg. Da wir aber schon an Ort und Stelle sind, werde ich alleine auf Erkundungstour geschickt, da der Eintritt zwei Dollar pro Person kosten soll und die Baujahre für die anderen nicht so interessant sind. Eigentlich wollen wir schon gehen, doch plötzlich erscheint der Schrottplatzbesetzer Jason McClure an unserem Bus und lädt B.G. ein, in einem Servicewagen des Schrottplatzes auch noch die hintersten Winkel nach einem passenden Busmodell zu durchsuchen. Nach einigen Minuten endet auch diese Tour leider erfolglos. Herzlichen Dank an Jason!

Der Abend bricht an, wir quartieren uns im Vacation Inn ein. Zum Glück liegt Denny’s Diner direkt auf der anderen Straßenseite, in das wir hungrig einkehren. Satt und glücklich fallen wir an diesem Abend in die Betten, um am nächsten Tag die weiteren Meilen hinter uns zu bringen.

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2 COMMENTS
  • Michael Fromkorth 2016-04-09

    Dankeschön für den tollen Post. Macht weiter so und haltet durch. Dieses Abenteuer ist so toll danach könnt ihr ein Buch veröffentlichen :-). Ich würde es kaufen

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